90 Minuten knallharter Pokal-Kampf gehen mit 2:1 an den FSV Zwickau

2012-02-29 12:39:29

29.02.2012
Foto: Picture Point

90 Minuten knallharter Pokal-Kampf gehen mit 2:1 an den FSV Zwickau

Zwickau erzielt durch Kellig die frühe Führung, Frahn gleicht nach der Pause aus. / Hauser schießt in der 89. Minute das Siegtor.

Zwickau bleibt der Pokalschreck der Roten Bullen! Nach 90 umkämpften Minuten im Viertelfinale des Sachsenpokals ging der FSV Zwickau mit 2:1 als Sieger vom Platz und zog vor 2.055 Zuschauern ins Halbfinale ein.

Der FSV begann extrem bissig und setzte die ersten Akzente in der Offensive. Folgerichtig ging der Oberligist in der 8. Minute nach einer Einzelaktion von Steffen Kellig in Führung. Unsere Jungs fanden nur schwer zu ihrem Spiel und bekamen die Partie erst nach 30 Minuten in den Griff. Die besten Chancen der ersten 45 Minuten vergaben Daniel Frahn (31.) und Timo Röttger (35.), verpassten aber den Ausgleich vor dem Seitenwechsel.

Mit ordentlich Wut im Bauch und viel Biss gingen unsere Roten Bullen in den zweiten Spielabschnitt und kamen nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff durch Daniel Frahns Kopfball nach Thiago-Rockenbach-Eingabe zum Ausgleich (53.). In der Folge wurde das Spiel zu einem echten Pokal-Kracher mit vollem Einsatz, vielen Zweikämpfen und Fouls sowie Chancen auf beiden Seiten. Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, vertändelte unsere Abwehr leichtfertig den Ball und Christian Hauser schob zum 2:1 ein (89.).

Keine Veränderungen in der Startelf | Frühes Gegentor durch Kellig


Peter Pacult schickte die gleiche Startformation wie beim letzten Auswärtsspiel in Havelse in die Partie.

Es entwickelte sich sofort eine intensive und umkämpfte Pokal-Begegnung. Die Gastgeber kamen etwas besser ins Spiel und hatten durch Torsten Ziegner (3.) und Robert Paul (5.) die ersten guten Angriffsszenen. In der 8. Minuten ging der FSV dann sogar in Führung! Steffen Kellig setzte sich auf der rechten Seite energisch durch und donnerte die Kugel aus 20 Metern an RB-Schlussmann Pascal Borel vorbei ins Netz!

Zwickau blieb auch nach dem 1:0 bissig, stand sicher in der Defensive und lauerte immer wieder auf schnelle Konter. Unsere Jungs brauchten eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Die erste Offensivaktion hatte Thiago Rockenbach, den Tomasz Wisio gut in Szene setzte. Der Brasilianer zog aus der Drehung ab, sein Schuss ging aber über den FSV-Kasten (15.).

Bullen kommen besser ins Spiel | Gute Chancen ohne Erfolg

Kurz darauf bediente Rockenbach unseren Kapitän Daniel Frahn, der aus 16 Metern abschloss – der Schuss strich jedoch knapp am Tor vorbei (19.). Auf der Gegenseite hatten die Leipziger Glück, als Davy Frick nach einer Flanke von Marco Wölfel über den Ball schlug (21.). Die Roten Bullen bekamen die Begegnung nun besser in den Griff.

FSV-Kapitän Ziegner verlor den Ball im Mittelfeld, Wallner schnappte sich die Kugel und schickte Frahn auf die Reise. Der Torjäger schlenzte den Ball knapp über das Tor (31.). Drei Minuten darauf dribbelte sich Timo Röttger gekonnt durch die Gegener-Abwehr, hatte Zwickau-Torwart Norman Wohlfeld schon umspielt, aber Marcel Trehkopf klärte auf der Linie (35.). Auch die nächste Szene gehörte Röttger, diesmal wurde sein Schuss im Sechszehner abgeblockt (36.). Unsere Jungs wollten vor der Pause noch den Ausgleich, schafften es jedoch nicht mehr, die gut gestaffelte FSV-Abwehr zu knacken.

Keine Wechsel zu Pause | Vollgas der Leipziger | Ausgleich durch Frahn


Pacult veränderte seine Mannschaft in der Halbzeit nicht und die Leipziger Bullen kamen wesentlich druckvoller aus der Kabine. Unsere Jungs nahmen den Kampf jetzt voll an und agierten auch spielerisch sicherer. Zwickau wusste sich nun oft nur mit Fouls zu wehren. Einen daraus resultierenden Freistoß flankte Rockenbach in den Strafraum und Frahn nickte den Ball zum 1:1 in die Maschen (53.).

Das Viertelfinale wurde mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu einem echten Pokal-Kampf! Beide Mannschaften gingen ordentlich zur Sache, Schiedsrichter Torsten Junghof musste die Partie immer wieder wegen Fouls unterbrechen.

Zwickau konnte sich anschließend etwas befreien, agierte im Angriff aber zunächst recht ideenlos und war lediglich über Standardsituationen gefährlich. Auf der Gegenseite die nächste gute Chance für Leipzig: schöne Kombination zwischen Wallner und Frahn, dessen Schuss wehrte Wohlfeld nach vorn ab, Rockenbach setzte den Abpraller aber per Seitfallzieher neben den Kasten (68.).

Beide Teams mit offenem Visier | Zwickau mit dem besseren Ende für sich

Das Spiel glich jetzt einem offenen Schlagabtausch – beide Teams schenkten sich nichts! Luge umspielte Fabian Franke und kam im Strafraum zu Fall – der Unparteiische entschied aber zu Recht nicht auf Foulspiel. Auch die nächste Aktion gehörte dem Oberligaspitzenreiter. Paul knallte die Kugel aus 18 Metern auf den RB-Kasten und der Kracher streifte den Querbalken (75.).

Im Gegenzug setzte sich Henrik Ernst auf der rechten Seite durch. Seine Flanke fing die FSV-Abwehr vor den einschussbereiten Wallner ab (76.). In der Schlussphase neutralisierten sich die Kontrahenten zunächst und alles sah nach Verlängerung aus. Doch plötzlich brachte Tomasz Wisio mit einem gefährlichen Querpass Hoffmann in Bedrängung, der die Kugel verlor anschließend verlor. Christian Hauser profitierte und schob zum Siegtor für den FSV ein (89.), denn unsere Elf gelang in der Nachspielzeit kein zweiter Treffer.

Fazit:
Zwickau verlangte unserer Mannschaft alles ab und die Roten Bullen mussten wiederum einen Rückstand aufholen. Das schafften unsere Jungs durch eine deutliche Steigerung in Halbzeit zwei, verpassten es aber, das zweite Tor nachzulegen. Zwickau hatte schließlich das bessere Ende für sich und belohnte sich für 90 Minuten starken Einsatz mit dem Einzug ins Halbfinale gegen den Chemnitzer FC.


Die Roten Bullen:
Borel – Müller, Hoffmann, Franke, Wisio – Röttger (77. Heidinger), Geißler, Ernst, Rockenbach – Wallner, Frahn (C) – Trainer: Peter Pacult

FSV Zwickau:
Wohlfeld – Fuß, Baumann (13. Strobel), Trehkopf, Paul – Ziegner (C), Stiefel – Frick (78. Hauser), Wölfel, Luge – Kellig (55. Laskowski) – Trainer: Nico Quade

Schiedsrichter:

Torsten Junghof (Neukirchen)

Tore:
1:0 Kellig (8.), 1:1 Frahn (53.), 2:1 Hauser (89.)

Zuschauer:
2.055 im Sportforum „Sojus 31“

Gelbe Karten:
Trehkopf, Frick, Stiefel, Strobel, Luge / Frahn, Hoffmann




sp
s
u
n
+:-
p
1. RB Leipzig
30
21
9
0
65:22
72
2. C.Z. Jena
30
16
10
4
54:28
58
3. FSV Zwickau
30
13
14
3
44:14
53
4. Berliner AK
30
13
14
3
37:18
53
5. Hertha BSC II
30
14
4
12
46:39
46
6. FC Magdeb.
30
12
9
9
42:41
45
7. Meuselwitz
30
13
6
11
37:40
45
8. TSG Neustrel.
30
10
10
10
41:39
40
9. Halberstadt
30
8
14
8
31:34
38
10. Lok Leipzig
30
9
9
12
35:39
36
11. FSV Rathen.
30
9
8
13
35:46
35
12. Union Berlin II
30
7
10
13
36:43
31
13. VFC Plauen
30
6
11
13
42:52
29
14. VfB Auerbach
30
6
10
14
35:48
28
15. E. Cottbus II
30
3
11
16
26:53
20
16. Torg. Greif
30
2
7
21
19:69
13
Adidas Audizentrum Leipzig
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