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RedBulletin am 01.11.2008
Marc Janko stürmt nach langer Verletzungspause wieder in Bestform. Im Interview mit Uschi Korda spricht er über Instinkt, Glück und ungewöhnliche Trainingsmethoden.
Du wurdest im Februar 2007 von einem Abwehrspieler schwer verletzt. Wie ist heute dein Verhältnis zu Verteidigern? Generell hab ich nichts dagegen, wenn man hart einsteigt. Ich find's aber nicht okay, wenn es gesundheitsgefährdend ist, man in Zweikämpfe ohne Rücksicht auf Verluste einsteigt. So war das damals bei mir. Er ist mir ohne Chance auf einen Ball von hinten ins Standbein reingehupft und hat nicht einmal die Gelbe Karte bekommen. Es ist schon zu hinterfragengen, ob so was nicht härter geahndet werden müsste. Wenn mir dauernd einer am Schuh klebt, reißt mir doch irgendwann der Geduldsfaden.
Brüllt man da manchmal los? Hätte wenig Sinn, das machen die Tiere in der Natur. Ich habe andere Wege gefunden, mir Respekt zu verschaffen. Wenn es in die unschöne Schiene
abgeht, wird man auch unfair und teilt aus. Auf die Zehen hüpfen zum Beispiel. Ich bin mit 93 Kilo relativ schwer, das tut dann schon ziemlich weh. Aber ich agiere nie von Anfang an unfair.
Du hattest fast ein Jahr Verletzungspause. War das schlimm, so lange ruhiggestellt zu sein?Es war am Anfang eine Katastrophe. Aber dann findet man andere Sportarten. Ich habe monatelang mit dem Handkurbel-Ergometer trainiert. Das ist so wie Rad fahren, aber die Bewegung machst du nur mit der Hand. Es war jedoch lang nicht so befriedigend wie Fußball spielen.
Und wie hast du dich motiviert? Ich wollte einfach wieder zurückkommen. Ich habe schon von klein auf Fußball gespielt, das war immer meine Leidenschaft. Am Anfang war nicht klar, ob
ich jemals wieder spielen kann. Mein Arzt hat gesagt, er weiß nicht, ob ich jemals wieder ohne Schmerzen werde laufen können. Das ist Wahnsinn, wenn das einem Sportler gesagt wird. Aber ich habe mich positiv gestimmt, dass ich den Weg zurück machen werde.
Nie gezweifelt? Zweifel gehören dazu. Immer positiv – das wäre jetzt gelogen. Natürlich gab es Tage und Wochen, wo ich mir gedacht habe: Was mach ich, wenn es nicht mehr funktionieren wird? Was mach ich beruflich? Ich habe zwar Matura gemacht, das ist aber noch lange keine Absicherung.
Hast du daran gedacht, Trainer zu werden? Nein! Wegen meiner Verletzung war ich oft zum Zuschauen verdammt und hab gemerkt, dass an der Outlinie zu stehen alles andere als geeignet für mich ist.
Da hab ich beschlossen, nie Trainer zu werden. Das ist zu nervenaufreibend, da leide ich zu viel mit.
Endlich wieder zurück, warst du gut, aber Hickersberger hat dich nicht für die EURO aufgestellt. Wie verkraftet man das, nachdem man ein Jahr lang diese Karotte vor Augen hatte? Vor der Verletzung galt ich als großer Hoffnungsträger für die EM. Dann war die EM so weit weg wie eine Reise zum Mond. Wieder im Team, hab ich gut
gespielt, viele Tore geschossen. Als sich der Teamchef gegen mich entschieden hat, ist ein kleiner Lebenstraum zerplatzt.
Gab es da eine Begründung, oder wurde dir nur schlicht die Tatsache mitgeteilt? Er sagte, dass ich zwar jetzt zu meiner Form gefunden habe, aber zu spät. Ich habe mir nur gedacht: Wann, wenn nicht jetzt, wenn ich in Form bin?
Vielleicht war die Absage aber gar nicht so schlecht. Jetzt gibt es einen neuen Trainer, neue Spieler, eine neue Taktik, und ich bin von Beginn dabei.
Du warst früher ein Zornbinkerl. Hat man sich da in so einer Situation im Griff? Da war ich sehr klein und jung. Man reift ja, und heute bin ich nicht mehr der klassische Zornbinkel. Natürlich ärgere ich mich, aber ich bin eher so einer,
der sich das mit sich selber ausmacht, der probiert, das zu lösen, anstatt jemand Gewalt anzudrohen oder Sachen zu zerschlagen.
Ist es ein Vorteil, wenn man groß ist als Stürmer? Das hab ich mir bisher schon gedacht. Mir kommt aber vor, dass die Schiedsrichter immer mehr meine körperliche Überlegenheit als Foul ahnden. Man kann sich die letzten Spiele anschauen. Ich steh verkehrt zum Gegner und mach mich nur breit. Das wird mir aber als Foul gerechnet, obwohl die Verteidiger auf mir draufhängen wie die Katzen am Katzenbaum. Es ärgert mich, dass da nicht mit gleichem Maß gemessen wird.
Und wie ist das im Zusammenspiel mit der Mannschaft? Kommt drauf an, wie gespielt wird. Wenn sie auf Konter spielen will, hat man mit großen Stürmern wenig Freude, weil die nicht die Schnellsten sind. Die kleineren sprinten schneller. Wenn ich mit vielen Bällen versorgt werde, dann bin ich aber schon eine Waffe. Es gibt wenig Verteidiger, die schwerer sind als ich.
Wie kannst du erkennen, ob ein Tormann unsicher ist? Das spürt man an der Art, wie er sich gibt, an seiner Ausstrahlung. Aber es gibt nicht so was wie: Wenn er den rechten Arm hebt, ist er unsicher. Ich habe
eine gute Menschenkenntnis und kann generell erkennen, wenn Leute unsicher sind.
Marc Janko: Ich bekomme immer einen Adrenalinkick bei einem Tor. Wurscht, ob
gegen Buffon oder Schickelgruber.
Geht das so schnell während des Spiels?
Hmm, ja, man erkennt das an Mimik und Gestik. Zwar nicht immer, weil es wenige Torleute gibt, die von Haus aus unsicher sind. Die meisten werden unsicher durch Fehler, die sie machen.
Gib uns ein praktisches Beispiel. Vor meiner Verletzung hab ich gegen Sturm Graz drei Tore mit dem Kopf gemacht. Beim zweiten Gegentor hat Tormann Szamotulski nicht glücklich ausgesehen, obwohl es ein schwerer Ball für ihn war. Da hab ich gemerkt, dass er verunsichert ist, und hatte beim dritten Kopfball leichtes Spiel, weil er sich aus dem Fünfer nicht mehr rausgetraut hat.
Gehst du aufs Feld und checkst zuerst den Goalie ab? Nein. Wenn man einmal vor ihm steht, muss man wissen oder fühlen, was man macht. Wenn du zu lange überlegst, bist eh schon Zweiter.
Gibt es einen Tormann, gegen den du unbedingt antreten möchtest? Bin ich schon: Gianluigi Buffon. Cooler Typ, es gibt nicht viele, die ihm das Wasser reichen können.
Du hast gegen ihn ein Tor gemacht. Merkt man sich das ewig? Ich weiß genau, wie das war. Der Ball kam von der Seite, Paul Scharner hat ihn weitergeköpfelt, ich habe ihn gleich aus der Drehung übernommen, er ist vom Verteidiger leicht abgefälscht worden und – für Buffon unhaltbar, weil er geglaubt hat, er geht in die andere Richtung – im Tor gelandet. Er wäre aber auch ins Tor gegangen, hätte Barzagli ihn nicht abgefälscht.
Gibt dir so etwas einen extra Adrenalinschub? Ich bekomme immer einen Adrenalinkick bei einem Tor. Wurscht, ob gegen Buffon oder Schicklgruber.
Bist du schon einmal an einem Tormann verzweifelt? Das klingt vermessen, aber: nein. Ich habe noch nie in einem Match so viele Chance vergeben, dass ich mir gedacht habe: Das gibt's doch net, was is' denn
mit dem los?
Es passiert manchmal, dass das Zusammenspiel in der Mannschaft nicht so gut funktioniert. Gehst du dann nach hinten und holst dir den Ball? Macht keinen Sinn, weil ich andere Stärken habe. Es gibt Stürmer, die so stark sind, dass sie sich die Bälle holen, Solos über dreißig Meter hinlegen und dann
das Tor schießen. Das hab ich noch nie geschafft.
Gibt es bei Red Bull Salzburg Spieler, die dich perfekt anspielen? Generell ist die Hintermannschaft gut auf mich eingespielt. Angefangen bei Patrik Jezek auf der einen Seite oder László Bodnár auf der anderen.
Ist ein Tor nur Glück, oder kann man das berechnen? Ein Tor durch einen abgefälschten Ball kann nur Glück sein.
Es gibt aber auch Tore, die reines Können sind. Dein Tor im August gegen Austria Wien, aus kurzer Distanz direkt ins Kreuzeck, sah eher nach Glück aus. Dass der Ball ins Kreuzeck ging, war reines Glück. Ich wollte ihn bewusst hoch schießen, weil ich nicht grad das größte Tempo draufhatte. Ich habe mir
gedacht, wenn ein Verteidiger reinrutscht und ich schieß ihn flach, dann spitzelt er ihn weg.
Denkt man sich das alles während des Spiels? Denken als Begriff dauert mir zu lange. In dem Moment fühlt man das nur, spielt aus dem Bauch heraus.
Wunderst du dich manchmal, dass der Ball wirklich im Tor landet?
Nein.
Wunderst du dich, wenn er nicht im Tor landet? Na wundern ... das hieße ja, dass ich das nicht bewusst gemacht habe, sondern nur irgendwas und der Ball landet im Tor. Ich habe schon immer
einen Hintergedanken bei den Aktionen, die ich mache.
Marc Janko im Kampf um den Ball.Aber man braucht schon Glück dazu, oder? Ja, teilweise. Man kann etwas so strategisch anlegen, wie man will: Hat man kein Glück, geht der Ball nicht rein. Man kann Glück nicht erzwingen. Man kann nur probieren, sich Glück zu erarbeiten, indem man immer wieder Situationen und Standards trainiert und automatisiert. Man minimiert den Faktor Glück, indem man sich sagt: 80 Prozent sind Können. Ob ein Ball an die Stange oder ein paar Zentimeter weiter links und reingeht, das ist dann von mir aus Glück.
Wird man da abergläubisch? Natürlich bin ich, wie viele Stürmer auf der Welt, abergläubisch. Bekannt ist meine Macke, dass ich den rechten Schuh vorm linken anziehe. Das Schweiß-
band, das mir meine Freunde geschenkt haben, ist mein Glücksbringer. Aufs Feld gehe ich immer mit dem linken Fuß zuerst. Das mach ich unbewusst,
vielleicht weil mein linker Fuß der stärkere ist. Und dann bekreuzige ich mich, vor dem Rauslaufen als Dankeschön, dass ich wieder spielen darf.
Liest du Horoskope? Ich bin schon aufgeschlossen für Esoterisches, aber dass ich jetzt Horoskope lese vorm Spiel oder mir eines erstellen lasse, das überhaupt nicht!
In welcher Hinsicht esoterisch? Ich gehe zu einem Energetiker und lasse mich behandeln. Es gibt viele, die lachen da drüber, aber ich bin generell nicht abgeneigt gegenüber diesen Din-
gen und der Idee von Energie im Körper. Guten Stürmern sagt man den Torinstinkt nach.
Wie kommt man dazu? Richtiger Instinkt ist angeboren. Entweder man hat einen Torriecher oder nicht. Das ist ein Gefühl, das man hat, wohin man rennen muss. Das ist Antizipa-
tion, wo der Ball vielleicht hinkommt. Diese Gabe habe ich, die kann man sich nicht antrainieren.
Kannst du versuchen zu erklären, wie sich so eine Situation abspielt? Du musst dir das so vorstellen: Du glaubst in dem Moment zu wissen, wo der Ball als Nächstes hinkommt. Beispiel: Wenn da eine Flanke kommt, dann kannst zum ersten Pfosten rennen oder zum zweiten oder du bleibst hinten stehen. Ich sage jetzt einmal, 80 Prozent der Stürmer rennen auf den ersten Pfosten zu. Und ich hab in dem Moment ein Gefühl oder glaube zu wissen, dass der Ball nicht dorthin kommt, weil er vielleicht dem Außenspieler abreißt, und bleib einfach stehen, obwohl ich auf den ersten Pfosten rennen müsste.
Ich mach's aber nicht, in dem Moment kommt der Ball, und ich mach das Tor.
Das ist dieses mysteriöse Phänomen.
Bist du ein Bauchmensch? Ja.
Müssen gute Stürmer Bauchmenschen sein? Es ist meiner Meinung nach das Beste, sich neben aller Taktik aufs Gefühl zu verlassen. Man sagt auch: Wenn man vor dem Tor zu viel denkt, ist es meistens zu spät, weil dann gleich der Verteidiger da ist.
Ist einem in dem Moment wurscht, was der Trainer gesagt hat? Das soll man jetzt nicht so laut sagen ... (lacht) ... aber es ist schon so, dass man ab und zu Sachen anders macht, als sie der Trainer vorgegeben hat. Wenn sie von Erfolg gekrönt sind, dann hat er auch nichts dagegen. Ohne Erfolg wird das natürlich nachher angesprochen und hinterfragt. Es gibt auch Spiele, in denen du vorne herumstehst, und es passiert 89 Minuten lang nichts. Und dann kommt ein Ball, du machst das Tor, und plötzlich bist du der Held.
Wie geht man mit diesem Heldentum um? Genau für diesen Moment spielt man Fußball. Deswegen wird man Stürmer, dass man der Held sein kann, dass man Tore schießt und dass man seine
Mannschaft zum Sieg führen kann.
Musst du dich manchmal erden, um die Bodenhaftung wiederzubekommen? Ich habe noch nie dazu geneigt abzuheben. Durch meine Erziehung und meine Schicksalsschläge habe ich gelernt, das gut einzuschätzen. Ich genieße das
zwar immer, weiß aber auch, dass es schnell in die andere Richtung ausschlagen kann.
Man liebt seine Fans, man will aber auch manchmal privat sein.
Schaffst du das? Es gibt drei Gruppen von Fans: die, die dich bewundern und gut finden. Die, die Autospiegel abbrechen und dich anstänkern. Und dann noch die, denen ich egal bin. Wenn man positiv angesprochen wird, mit „Super Spiel!" oder „Macht nix, geht eh weiter" nach einer Niederlage – das ist angenehm, selbst wenn es einmal die Privatsphäre stört. Die negativen, die einen anstänkern, muss man ignorieren. Das kann man lernen.
Sehr diszipliniert. Ja, das gehört dazu.
Bist du grundsätzlich ein disziplinierter Mensch? Was die Ordnung in meiner Wohnung betrifft, nicht. Ansonsten gehört Disziplin im Spitzensport immer dazu. Das hat jeder Sportler gelernt, und ich durch
meine Verletzungen erst recht. Ich habe ja lange Zeit allein trainiert. Auch auf diesem idiotischen Handkurbel-Ergometer, wo du dich eine halbe Stunde
verausgabst, nur mit der Wand vor Augen. Je länger man verletzt ist, umso mehr muss man sich dazu zwingen.
Du schaust dir viele Spiele an, auch internationale. Was kannst du da für dich mitnehmen? Ich schau auf die Stürmer und ihre Tricks, obwohl ich nicht der Spieler bin, der Tricks auspackt. Aber ich übe sie, und wenn ich sie kann, möchte ich sie im Match auch machen.
Gibt es konkret eine Finesse, die du geübt hast? Ich habe einmal geträumt, wie ich ein Tor mache. Da kommt eine Flanke, ich dreh mich zum Tor und schieß mit dem linken Fuß aus der Drehung heraus
ins Tor. Eine irrsinnig schwierige Bewegung. Ich hab mir dann im Training solche Flanken geben lassen, und mittlerweile kann ich die Bewegung relativ gut. Vor einem Jahr habe ich in einem Trainingsmatch genau so ein Tor geschossen. Das war wunderschön. So geht viel im Sport: wenn man sich vorher das Bewusstsein schafft, im Kopf dran arbeitet, das dann am Trainingsplatz umsetzt und im Spiel zuschlägt.
Der schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimović hat einmal gesagt, dass er ohne Taekwondo-Training seine teilweise akrobatischen Bewegungen gar nicht zusammenbringen würde. Machst du auch so etwas? Ich habe gerade erst angefangen mit einer Form von Tai-Chi, die speziell für Sportler entwickelt wurde. Ich glaube, dass asiatische Kampfsportarten gerade
so großen Menschen, die dazu neigen, relativ steif zu sein, helfen, beweglich zu bleiben. Man wird geschmeidiger und spritziger.
Bist du frustriert, wenn du mehrere Matches hintereinander kein Tor machst?Nein, vielleicht noch ehrgeiziger, vielleicht ein bisschen verkrampfter, und dann rennt es nicht mehr so. Da muss man sich das Bewusstsein schaffen, dassman jetzt nichts anders macht als vorher und dass es schon wieder kommen wird. Sobald man sich verkrampft, ist es schlecht.Sich nicht zu verkrampfen ist aber nicht so einfach. Ich hatte noch nie eine lange Durststrecke ohne Tor. Vielleicht damals im Nachwuchs. Da hab ich angefangen, mich mit dem Unter-bewusstsein und mit Denkweisen zu beschäftigen. Man kann sich nach
einer vergebenen Chance leicht einreden: Ich bin so schlecht. Ich versuche, das ins Positive zu drehen.
Vor ein paar Wochen gab es Gerüchte, dass sowohl Juventus Turin als auch Bristol City Interesse an dir hätten. Italienischer Traditionsverein oder Sprung auf die Insel mit Ausblick auf die beste Liga der Welt – wofür hättest du dich entschieden? Also erst mal: Gewusst habe ich davon gar nichts, habe das nur über die Zeitungen erfahren. Wenn beides konkret gewesen wäre, dann hätte ich mich
für das entschieden, was mein Bauch gesagt hätte.
Na, lass ihn doch einmal sprechen ... Mit Blick auf die sportlichen Perspektiven: für England. Juve ist unter den Top-5-Klubs der Welt. Da zu spielen, wäre ein zu großer Schritt. Wahrscheinlich
würd ich da am Anfang auf der Ersatzbank versauern. Dafür spiele ich einfach viel zu gerne.
Das klingt jetzt aber sehr logisch. Also gut, vielleicht auch deshalb, weil England immer ein Traum von mir war. Da wollt ich immer einmal spielen. Das hab ich schon gesagt, als mich noch
niemand gekannt hat.
Weißt du, wie schnell du die 100 Meter läufst? 100 Meter hab ich das letzte Mal in der 6. Klasse Gymnasium gemacht, ist also ewig her. Aber ich weiß, wie schnell ich auf den ersten 20 Metern bin, das haben wir vor der EURO gemessen. Mir fehlen nur drei Hundertstel auf Jimmy Hoffer, und der ist bekanntlich eine Sprintrakete. Für einen Stürmer sind die ersten 20 Meter wichtig, alles andere rennt man selten. Bei mir schaut das vielleicht nicht so schnell aus, weil ich so groß bin, eine größere „Übersetzung" und größere Schrittlänge habe. Aber ich bin schnell, auch wenn man es nicht glaubt.
Wer vorm Tor zu lange überlegt, ist eh schon Zweiter, sagt Janko. Trotzdem sind
seine Aktionen wohlüberlegt. Ohne Instinkt und Glück geht aber gar nichts. redbulletin.com