Hilfe - Suche - Mitglieder - Kalender
Vollansicht: Jara klagt Red Bull Salzburg
Red Bull Salzburg Forum > Büro > Red Bull Salzburg
Seiten: 1, 2, 3, 4, 5
f|33tStA
Die Herren der Schröpfung

Misswirtschaft: Ein Südamerika-Transfer aus der Jara-Ära bringt Red Bull Salzburg in
Turbulenzen – eine harte Strafe der FIFA droht.



Für den Argentinier Carboni zahlte Red Bull eine hohe Provision.

Es passierte am 2. November 2006, kurz nach Halloween, in einem Saal des Landesgerichtes Salzburg. Halloween also. Ein keltisches Fest, bei dem sich – schenkt man den Druiden Glauben – die Pforten zur Unterwelt öffnen. Die Unterwelt also. Was diese mit Salzburg, mit dem Gerichtssaal, mit dem österreichischen Fußball zu tun hat?

Bei näherer Betrachtung womöglich viel mehr als ursprünglich angenommen.

Denn damals, am 2. November 2006, sprach der ehemalige Red-Bull-Salzburg-Sportchef Kurt Jara vor Gericht einen Satz, der tiefe Einblicke in gespenstische Geschäfte des Fußballs zulässt – bis in die Unterwelt?

Doch der Reihe nach. Zurück ins Jahr 2005, als der Erfolgstrainer Kurt Jara mit der goldenen Red-Bull-Kreditkarte auf Shopping-Tour geht. Jara wird unter anderem in Argentinien fündig. Ezequiel Alejo Carboni heißt der Auserwählte, Vinicio Fioranelli der Vermittler.

Alter Freund

Fioranelli also, Jaras langjähriger Freund und Manager. In Kooperation mit dem Spielerberater Jorge Cyterszpiler, ebenfalls kein Unbekannter. Cyterszpiler zählt Spieler von Carboni bis Maradona zu seinen Klienten.

Kurt Jara kauft Carboni und belastet die Red-Bull-Kreditkarte mit 1,674 Millionen Euro. Ungewöhnlich allerdings ist die von Jara vorgenommene Aufteilung dieser 1,674 Millionen Euro.

1,175 Millionen Euro gehen an den argentinischen Klub Lanus – als Ablöse.
99.000 Euro gehen an Cyterszpiler – als Provision.
Und 400.000 Euro landen laut KURIER-Recherchen bei der Cyterszpiler-Firma SMS Limited in London, auf einem Schweizer Nummernkonto bei der Bank Jacob Safra. Laut Vertrag offiziell ebenfalls als Provision für Cyterszpiler.

In Summe fließen also 499.000 Euro an Provision. Im Sommer 2005 ein schaurig-schöner Schnitt für den argentinischen Agenten Cyterszpiler, dessen Name einst auf einer polizeilichen Fahndungsliste gestanden hatte.

499.000 Euro Provision – wo gibt's denn so etwas? War die Höhe dieser Summe etwa gar ein Mitgrund dafür, dass Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz Jaras Aktivitäten später als "Ungereimtheiten" bezeichnen sollte?

Neue Wahrheit

Faksimile

Anfang November 2006, kurz nach Halloween, tischt Kurt Jara bei seiner Einvernahme in einem der zahlreichen Prozesse eine neue Transfer-Version auf.

Der ehemals erfolgreichste Fußballtrainer des Landes erklärt den staunenden Zuhörern im Salzburger Gerichtssaal, dass diese 400.000 Euro an Cyterszpilers SMS Limited gar keine Provisionszahlung gewesen sein sollen, sondern stattdessen ein Teil der Transfersumme. Laut Gerichtsprotokoll behauptet Jara, Carbonis Arbeitgeber, der Klub Lanus, hätte den Wunsch geäußert, "dass nicht die gesamte Ablösesumme von 1,575 Millionen an den Klub zu fließen habe, sondern 400.000 Euro direkt an einen Herrn Cyterszpiler, der offenbar noch eine Forderung in dieser Größenordnung gegenüber dem Klub hatte." Jara zum Richter: "In Wahrheit ging also ein Teil der Ablösesumme über Aufforderung des Clubs an Cyterszpiler."

Demnach ein ganz normales Geschäft. Vermittelt, wie so oft, von Jaras Freund und Manager Vinicio Fioranelli. Der Deal hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Die 400.000 Euro wurden auf den offiziellen Red-Bull-Veträgen von Jara als "Provision" tituliert – und nicht als Teil der Transfersumme. Doch stört das wirklich jemanden?

Es stört. Es stört den ÖFB. Es stört die FIFA, den Fußball-Weltverband, der solche Scheingeschäfte streng verboten hat, um mögliche Geldwäsche oder Veruntreuung zu verhindern. Artikel 18, Absatz 3 des FIFA-Regulativs untersagt einem Verein "strikt, einen Teil der Transfersumme einem Spielervermittler zukommen zu lassen."

Spannende Fragen

Für Red Bull Salzburg dürfte Jaras bemerkenswerter 400.000-Euro-Deal aus dem Jahr 2005 vier Jahre später höchst unangenehme Folgen haben. Im besten Fall kassiert der österreichischen Branchenprimus eine saftige Geldstrafe. Im schlimmsten Fall drohen eine Transfersperre oder gar der Ausschluss aus internationalen Bewerben.

Für die Herren Jara, Fioranelli und Cyterszpiler, die den Transfer samt der seltsamen 400.000-Euro-Transaktion durchgeführt haben, kommt es womöglich noch dicker: Der Klub Lanus hat mittlerweile schriftlich wissen lassen, dass es niemals einen Auftrag für eine solche 400.000-Euro-Überweisung gegeben habe.

Daraus ergeben sich spannende Fragen:
Was waren die 400.000 Euro wirklich? Wer hat diese Summe bei der Bank Jacob Safra behoben? Und wo ist Geld aus dem Hause Red Bull tatsächlich gelandet?

Die Antworten auf diese Fragen interessieren nicht nur die FIFA, sondern sicherlich auch die Steuerbehörden und Gerichte.

Artikel vom 03.01.2009 17:06 | KURIER | Rainer Fleckl
marijank
danke kurti
menehune
nix für ungut, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die überweisung wirklich nur über jara abgewickelt wurde..hat der verein keine buchhaltung oder anwälte die bei solchen geschäften dabei sind?


sollten wir wirklich von internationalen spielen ausgeschlossen werden haben wir genügend zeit junge spieler heranzuführen cool.gif
Semo
ZITAT(menehune @ 3. Jan. 2009, 20:18) *
nix für ungut, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die überweisung wirklich nur über jara abgewickelt wurde..hat der verein keine buchhaltung oder anwälte die bei solchen geschäften dabei sind?


sollten wir wirklich von internationalen spielen ausgeschlossen werden haben wir genügend zeit junge spieler heranzuführen cool.gif


Das Transfergeschäft wurde sicher nicht nur über ihn abgewickelt.Hauptsächlich war ja auch sein Manager Fioranelli dabei.
Es klingt aber ehrlich, sehr komisch wenn 499.000€ , abzüglich der realistischen Provision von 99.000€, wieder an den Herrn Cyterszpiler
gehen hätten sollen....!?!
Da bin ich echt gespannt was jetzt gegen unseren Verein vorgenommen wird, ich wäre da für die Geldstrafe, denn würde wir jetzt Meister werden,
würden wir die Champions League verpassen....!

Schön langsam wird es wirklich immer kritischer, da Kurt dürfte da ziemlich viel in den Sand gesetzt haben, jedenfalls spürt man das
fast 4 Jahre danach immer noch schimpf.gif
linkinPark
wahnsinn, was da abgeht! schön langsam frag ich mich warum jara rbs klagt? es ist ja irgendwie schon offensichtlich, dass der tiroler gehörig dreck am stecken hat. da wäre es doch für ihn gescheiter einfach gras über die sache wachsen zu lassen, oder? einen job als trainer bekommt er so oder so wohl so schnell nicht mehr.
Mandi
naja - das ist ein artikel in einer zeitung und noch nicht der weisheit schluss! aber - ja - das schaut schon recht seltsam aus!

ich persönlich hab aber auch den eindruck das man von seiten rbs am anfang doch recht naiv an die sache fussball herangegangen ist - allein schon das man einem einzelnen - derart viel macht gibt wie eben jara! (der ja eigentlich trainer ist)

ich hoffe das wenn das alles stimmt wir mit einer geldstrafe davonkommen!

mfg
Salzburg-Bis in den Tod
Mit einer Geldstrafe könnte Red Bull sicher leben, aber fatal wäre es wenn wir keinen Transfer durchführen dürfen oder sogar aus den internationalen Pokalen rausgefiltert werden mad.gif heul.gif

Für Jara kann ich nur hoffen, dass ich ihn nie auf der Straße sehe wenn ich betrunken bin. Denn da könnte es leicht passieren das ich ihn eine "betoniere". baseball.gif

Nein ihm ernst, was Jara getan hat ist echt schon schlimm. Wie einer schon gesagt hat, schön langsam könnte Red Bull Jara klagen!
RBS-No1
ZITAT(Mandi @ 4. Jan. 2009, 11:35) *
ich persönlich hab aber auch den eindruck das man von seiten rbs am anfang doch recht naiv an die sache fussball herangegangen ist - allein schon das man einem einzelnen - derart viel macht gibt wie eben jara! (der ja eigentlich trainer ist)

Ja das war mehr als offensichtlich!!!!!!!!!!!!!! Denselben Fehler hat Stronach auch gemacht. Einen Fußballverein kann man eben nicht wie einen Konzern führen, wo eine Person das Sagen über alle Agenden hat bzw überall die Finger im Spiel hat.

Sportliche Angelegenheiten und das Wirtschaftliche gehören von getrennten Stellen behandelt - so wie es derzeit bei RB Salzburg läuft ist es mAn vorbildhaft. Aber die ersten paar Jahre waren eine Katastrophe.

Jara bekommt hoffentlich das was er verdient....
menehune
ZITAT(RBS-No1 @ 4. Jan. 2009, 16:22) *
Ja das war mehr als offensichtlich!!!!!!!!!!!!!! Denselben Fehler hat Stronach auch gemacht. Einen Fußballverein kann man eben nicht wie einen Konzern führen, wo eine Person das Sagen über alle Agenden hat bzw überall die Finger im Spiel hat.

Sportliche Angelegenheiten und das Wirtschaftliche gehören von getrennten Stellen behandelt - so wie es derzeit bei RB Salzburg läuft ist es mAn vorbildhaft. Aber die ersten paar Jahre waren eine Katastrophe.

Jara bekommt hoffentlich das was er verdient....


red bull hat sicher genügend lehrgeld bezahlt und tut dies immer noch..alles kein problem, wenn man das geld dazu hat. im gegensatz zu stronach hat mateschitz aber ein langfristiges konzept und mit hochhauser haben wir einen bodenständigen menschen, der solche sachen - das ist halt meine eindruck - gut einschätzen, aber auch gut wirtschaften kann.

was jara betrifft..sollte er den prozess verlieren und auf den kosten sitzen bleiben muss er wohl ohnedies konkurs anmelden..den längeren atem hat vermutlich eher red bull.

im fußballgeschäft läuft sicher einiges krumm, nur kommen solche dinge offensichtlich erst ans tageslicht wenn gestritten wird. naja, heißt nicht umsonst "wo kein kläger, da kein richter".


Uther Pendragon
ZITAT(menehune @ 4. Jan. 2009, 19:02) *
im fußballgeschäft läuft sicher einiges krumm, nur kommen solche dinge offensichtlich erst ans tageslicht wenn gestritten wird. naja, heißt nicht umsonst "wo kein kläger, da kein richter".


ja, wäre der konflikt jara - rbs nicht vor gericht gelandet, wäre das problem niemals zutage gekommen. wie mandi schreibt, ein etwas zu grosses mass an naivität in der führung eines fussballclubs stand wohl am beginn des ganzen.

ich verdamme jara nicht. die gewählte vorgangsweise war wahrscheinlich eine übliche, nicht nur mit agenten wie cyterszpiler (ich denke nur an die "tirol-connection"). jara hatte zu dieser zeit keine große ahnung in der abwicklung von verträgen mit spielern/agenten, da hat man ihm zu beginn zu viel zugetraut.
Der steinerne Gast
Ich denke eigentlich nicht, dass RBS da viel abbekommen wird, denn schließlich hat der Verein bezahlt und keinerlei Vorteile davon gehabt. Wird wohl eine Geldstrafe wegen Statutenverletzungen bzw. falscher Deklarierungen von Zahlungen.

de.uefa.com/newsfiles/178319.pdf

Diese Bestimmungen, die zu einer int. Sperre führen könnten, wurden übrigens erst 2007 in die UEFA-Kriterien - man beachte Reglement 1.04 f - aufgenommen, und können rückwirkend auf 2005 nicht gelten. Mit der selben Argumentation mußte die UEFA nämlich zähneknirschend FC Porto trotz nachgewiesener Schiedsrichtermanipulationen (!) 2004 nach Berufung Porto im Herbst 2008 sehr wohl für die CL zulassen, obwohl sie bereits ausgeschlossen waren, aber der int. Sportsgerichtshof entschied anders, und auf dieses Präzedenzurteil würde sich im Falle des Falles auch Salzburg berufen können.

Also was kommt: Eventuell Geldstrafe, Imageschaden, Vernichtung der Karriere Jara, der überraschend blauäugig agiert hat und sich mal die Wahl seiner Freunde überlegen sollte. Aber für RBS wird außer der schlechten Nachrede nicht viel übrig bleiben.
oldie

Da hat sich Jara von seinen Freunden reinlegen lassen.
Für mich ist Jara zu blauäugig gewesen.

Dass aber jetzt alles an ihm hängen bleibt, ist klar.
Denn er war ja verantwortlich. Das sollte er endlich einsehen.

Jara war überfordert. Nur; er siehts bis heute nicht ein.

Man kann nur hoffen, dass der Verein da nicht zu Schaden kommt.

f|33tStA
Salzburg tritt die Flucht nach vorne an

Red Bull gibt nach einer internen Untersuchung weitere Verstöße in der Ära Jara zu – die
Bundesliga zeigt an.


Ex-Red-Bull-Trainer Jara: Auch nach dem Abgang wird gestritten.

Vorweg die nackten Fakten, was bisher geschah: Im Zuge der zahlreichen Prozesse, die zwischen Red Bull Salzburg und seinem ehemaligen Sportchef Kurt Jara laufen, wurde auch der Transfer des Südamerikaners Ezequiel Alejo Carboni aufgerollt. Laut den offiziellen Transferunterlagen bezahlte Kurt Jara für den Spieler in Summe stolze 499.000 Euro Provision. Eine Summe, die Red Bull viel zu hoch erschien. Also rechtfertigte sich der ehemalige Tiroler Meistertrainer mit der Aussage, die Spielervermittler hätten nur 99.000 Euro erhalten, da 400.000 Euro in Wahrheit Teil der Ablösesumme gewesen seien. Der KURIER berichtete am letzten Sonntag.

Das bringt Red Bull in Turbulenzen. Denn der Fußball-Weltverband FIFA hat derartige Schein-Geschäfte strikt untersagt, kein Cent der Transfersumme darf laut Statuten an Spielervermittler fließen.

Nach einer internen Prüfung geht der Getränke-Konzern nun in die Offensive. Und gibt Verstöße in der Ära Jara zu.


Ermittlungen

"Tatsächlich besteht der Verdacht, dass eine von FIFA und ÖFB untersagte Zahlung geleistet wurde, was allerdings nur durch Falschdeklaration des Zahlungszwecks gegenüber der Vereinsleitung möglich war", erklärt Volker Viechtbauer, der Chefjurist von Dietrich Mateschitz.

Doch nicht nur das. Interne Recherchen hätten "gezeigt, dass es weitere Verstöße im Zeitraum Mai 2005 bis Juni 2006 gegeben hat". Und zwar gegen nationale und internationale Transfervorschriften. Um einer hohen Strafe zu entgehen, habe Salzburg der Bundesliga alle Recherche-Ergebnisse übermittelt.

Das bestätigt Bundesliga-Chef Georg Pangl: "Der Vorstand wird Salzburg nach einer eingehenden Prüfung der Fakten anzeigen. Im Sinne eines sauberen Fußballs."

Viechtbauer hofft auf eine bloße Geldstrafe: "Da die Vereinsleitung selbst durch die handelnden Personen getäuscht wurde, rechnen wir nicht mit einer Beeinträchtigung des Spiel- oder Transferbetriebs."

Für die am Carboni-Transfer beteiligten Vermittler und Manager kann es freilich dicker kommen. "Red Bull prüft gerichtliche Schritte gegen die involvierten Personen."


Artikel vom 10.01.2009 17:00 | KURIER | Rainer Fleckl
linkinPark
oh mann, das regt mich schon wieder auf! jetzt kommt der verein wegen jara's fehlverhalten zu schaden. rein theoretische frage: kann der verein (vorrausgesetzt er hat von dieser überweisung im vorhinein nichts gewußt) den möglichen schaden über jara wieder hereinbekommen?
alterschwede
ZITAT(linkinPark @ 10. Jan. 2009, 17:32) *
oh mann, das regt mich schon wieder auf! jetzt kommt der verein wegen jara's fehlverhalten zu schaden. rein theoretische frage: kann der verein (vorrausgesetzt er hat von dieser überweisung im vorhinein nichts gewußt) den möglichen schaden über jara wieder hereinbekommen?


Theoretisch schon (Regress)
|alex|
Bundesliga zeigt Red Bull an

Dubiöse "Provisionszahlungen" in der Ära Kurt Jara könnten
Red Bull Salzburg nun zum Verhängnis werden. Nach
Unregelmäßigkeiten beim Transfer des Argentiniers Ezequiel
Carboni zeigte die Bundesliga den Tabellenführer nun an. Der
Ausschluss von internationalen Bewerben droht.


Mittlerweile spielt Carboni beim italienischen Serie-A-Klub Catania Calcio. Für Red Bull Salzburg wird der Argentinier aber zum Problemkind. Der damalige Trainer und Sportdirektor Kurt Jara hat nämlich 499.000 Euro Provision für den Transfer bezahlt. Nach einer Aussage vor Gericht, sollen davon aber nur 99.000 Euro tatsächlich eine Provision für einen Spielervermittler gewesen sein, die restlichen 400.000 Euro wären Ablösesumme gewesen.
Genau daran stößt sich aber die FIFA. Transferzahlungen über Spielervermittler sind laut Statut klar untersagt. "Es besteht der Verdacht, dass eine von FIFA und ÖFB untersagte Zahlung geleistet wurde, was allerdings nur durch Falschdeklaration des Zahlungszwecks gegenüber der Vereinsleitung möglich war", hält Red Bull-Chefjurist Volker Viechtbauer gegenüber dem Kurier mögliche Verfehlungen des Vereins für möglich.

Salzburg übermittelt Recherche-Ergebnisse
Es habe im Zeitraum von Mai 2005 bis Juni 2006 weitere Verstöße gegeben. Gegen nationale und internationale Transfervorschriften. Um einer hohen Geldstrafe zu entgehen, versucht Salzburg nun alle Akten offen zu legen und übermittelte der Bundesliga alle Recherche-Ergebnisse.
Bundesliga-Chef Georg Pangl dazu im Kurier: "Der Vorstand wird nach einer eingehenden Prüfung der Fakten eine Anzeige machen. Im Sinne eines sauberen Fußballs."


Beeinträchtigung am Spiel- und Transferbetrieb?
Red Bull droht ein Transferverbot oder sogar der Ausschluss von internationalen Wettbewerben. Red Bull Anwalt Viechtbauer hofft dagegen auf ein mildes Urteil: "Da die Vereinsleitung selbst durch die handelnden Personen getäuscht wurde, rechnen wir nicht mit einer Beeinträchtigung des Spiel- oder Transferbetriebs."

sportnet.at
alterschwede
ZITAT(RBS-Fan @ 10. Jan. 2009, 23:02) *
Beeinträchtigung am Spiel- und Transferbetrieb?
Red Bull droht ein Transferverbot oder sogar der Ausschluss von internationalen Wettbewerben. Red Bull Anwalt Viechtbauer hofft dagegen auf ein mildes Urteil: "Da die Vereinsleitung selbst durch die handelnden Personen getäuscht wurde, rechnen wir nicht mit einer Beeinträchtigung des Spiel- oder Transferbetriebs."

Quelle: sportnet.at


Das würd uns noch fehlen. Gut, Transferverbot (im Sommer) ist vielleicht gar nicht so schlecht, dann wäre gewährleistet dass Janko nicht abhaut... tongue.gif

Aber "Ausschluss von internationalen Bewerben" ist schon heftig, kann ich mir nicht vorstellen. Ich hoffe dass da heißer gekocht als gegessen wird.
LordVader
ZITAT(linkinPark @ 10. Jan. 2009, 17:32) *
oh mann, das regt mich schon wieder auf! jetzt kommt der verein wegen jara's fehlverhalten zu schaden. rein theoretische frage: kann der verein (vorrausgesetzt er hat von dieser überweisung im vorhinein nichts gewußt) den möglichen schaden über jara wieder hereinbekommen?


Ja kann er, im Rahmen der §§1295ff ABGB.

ZITAT(alterschwede @ 10. Jan. 2009, 23:50) *
Das würd uns noch fehlen. Gut, Transferverbot (im Sommer) ist vielleicht gar nicht so schlecht, dann wäre gewährleistet dass Janko nicht abhaut... tongue.gif

Aber "Ausschluss von internationalen Bewerben" ist schon heftig, kann ich mir nicht vorstellen. Ich hoffe dass da heißer gekocht als gegessen wird.


Ich bin mir fast sicher dass da heißer gekocht als gegessen wird. Da ja anscheinend auch das entsprechende FIFA Regulativ welches im Fall Carboni angesprochen wird erst nach dem TRansfer gekommen ist könnte es ja eigentlich auch gar nicht auf den Fall angewendet werden.
linkinPark
ZITAT(LordVader @ 11. Jan. 2009, 10:08) *
Ja kann er, im Rahmen der §§1295ff ABGB.


da wünsch ich dem jara viel vergnügen! es war wohl ein folgenschwerer fehler von ihm die ganze sache mit seiner klage aufzuwärmen.
RBS-No1
Ich hoffe auch, dass die Medien das überspitzt darstellen. Jedenfall ist die Causa-Jara eine Katastrophe. Man kann aber davon ausgehen, dass Red Bull mittlerweile alles unternommen hat, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Ein Mann, der Null Ahnung von Wirtschaft oder Recht hat, sollte nie Transfers abschließen dürfen.
f|33tStA
HH und Carbonis Vertragsverlängerung hat sich ja eh unendlich in die Länge gezogen, was rausgekommen ist, weiss man eh, der Manager war laut HH unverschämt! noidea.gif
style:ist
Ich hoffe nur das das ganze Frühjahr jetzt nicht zerstört wird mit der "Horror Meldung" sollte es wirklich zu so ernsten Strafen kommen. Punkteabzug oder Sperre von internationalen Bewerben wären eine Katastrophe. Bin wahnsinnig enttäuscht von der Geschäftsführung wie kann man solche Sachen abziehen und dann Kurt Jara die Schuld geben unglaublich.
El_Nino
hab gerade das auf LAOLA1.at gelesen und hab gedacht das würd hier her passen:

[...]
In der Zeit von Kurt Jara sollen die Transfers von Carboni, Bodnar, Mayrleb, Kirchler, Jezek, Scharrer, Gercaliu und Grünwald von Managern ohne FIFA-Lizenz abgewickelt worden sein.


hmm... dry.gif
f|33tStA
Red Bull Salzburg erstattet Selbstanzeige

Chef der ÖFB-Kommission bestätigte: "Betrifft sechs
nationale und zwei internationale Wechsel" - Fälle an
FIFA weitergeleitet


Innsbruck -
Red Bull Salzburg erstattete m Zusammenhang mit dem Streit mit ihrem früheren Cheftrainer Kurt Jara, der Ende Februar vor dem Innsbrucker Landsgericht fortgesetzt wird, offensichtlich schon vor einiger Zeit Selbstanzeige bei der zuständigen Spielervermittler-Kommission des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) wegen früherer Spielertransfers.

Josef Geisler, seit 1. Oktober 2008 Vorsitzender dieses Gremiums, bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht in der "Tiroler Tageszeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Der Verein hat zugegeben, nicht alle Bestimmungen des FIFA-Reglements im Zusammenhang mit Spielervermittlern eingehalten zu haben", erklärte Geisler, der auch Präsident des Tiroler Fußball-Verbandes (TFV) ist.

Acht Fälle

Es handle sich dabei um insgesamt acht Fälle, die in den Jahren 2005 und 2006 abgewickelt worden seien. In zwei internationalen und sechs nationalen Transfers sollen Manager oder Berater im Spiel gewesen sein, die über keine FIFA-Lizenz verfügten. "Die Namen der Akteure kann ich aber nicht nennen", bat der TFV-Chef um Verständnis. Laut der "Tiroler Tageszeitung" soll es die Wechsel von Ezequiel Carboni, Laszlo Bodnar bzw. Christian Mayrleb, Roland Kirchler, Patrik Jezek, Markus Scharrer, Roland Gercaliu und Pascal Grünwald betreffen.

Die Geisler-Kommission beschäftigte sich am Donnerstag mit der Salzburger Anzeige, prüfte die Unterlagen und beschloss schließlich, die österreichischen Übertritte an den Bundesliga-Senat II (Schlichtungsstelle) und die internationalen Transaktionen an den Weltfußball-Verband (FIFA) weiterzuleiten. Der Strafrahmen für solche Vergehen reicht laut des TFV-Präsidenten von einer Ermahnung, über Geldstrafe und Transfersperre bis hin zu einem Ausschluss von internationalen Bewerben.

Aus dem Red-Bull-Imperium von Dietrich Mateschitz bzw. von einem Sprecher des Konzerns war am Donnerstag zu hören, dass das alles schon vor rund einem Monat in den Medien behandelt worden sei und man außerdem dazu keinen Kommentar abgeben wolle. "Wir warten einmal das Urteil ab und werden dann weitersehen. Vorher können wir nicht reagieren", hieß es auf Anfrage.(APA)

STANDARD
alterschwede
ZITAT
Die Geisler-Kommission beschäftigte sich am Donnerstag mit der Salzburger Anzeige, prüfte die Unterlagen und beschloss schließlich, die österreichischen Übertritte an den Bundesliga-Senat II (Schlichtungsstelle) und die internationalen Transaktionen an den Weltfußball-Verband (FIFA) weiterzuleiten. Der Strafrahmen für solche Vergehen reicht laut des TFV-Präsidenten von einer Ermahnung, über Geldstrafe und Transfersperre bis hin zu einem Ausschluss von internationalen Bewerben.


Also mit Ermahnung und Geldstrafe könnte man ja leben. Transfersperre ginge auch noch. Ich hoffe bloß nicht dass man die Höchststrafe erhält und international nicht spielen darf. Nachdem man aber ohnehin Selbstanzeige erstattet hat, denke ich wird das nicht passieren.
oldie

Blöde G'schicht.

Aber warum, so frag ich mich, geht kein Gericht den Jara an?
Ist doch bis dato nix rausgekommen,
die Klage ist immer noch im laufen.

Red Bull muß sich - egal wie die UEFA bestraft -
an Jara schadlos halten.
Irgendwann wird der Kurtl ja einsehen müssen,
dass er überfordert war und
sich seinen "Freunden" ausgeliefert hat.
Blöd gelaufen, Kurtl.
Semo
Was mich stört ist, das man nur hört das Red Bull Salzburg die Strafe zu spüren bekommt, aber was ist mit Jara.
Mich würde jetzt echt interessieren ob er auch einen Beitrag zur Geldstrafe leisten wird/muss, wäre aus der Sicht von
RBS sicher nicht unfair.
RBS-No1
ZITAT(oldie @ 5. Feb. 2009, 20:30) *
Blöde G'schicht.

Aber warum, so frag ich mich, geht kein Gericht den Jara an?
Ist doch bis dato nix rausgekommen,
die Klage ist immer noch im laufen.

Red Bull muß sich - egal wie die UEFA bestraft -
an Jara schadlos halten.
Irgendwann wird der Kurtl ja einsehen müssen,
dass er überfordert war und
sich seinen "Freunden" ausgeliefert hat.
Blöd gelaufen, Kurtl.

Glaubst du wenn die Sachlage so einfach wäre, würde Red Bull das nicht machen? Wenn Mateschitz oder ein Red Bull Mitarbeiter jeden Vertrag blind unterschrieben hat, wird man wohl schwer alles auf Jara schieben können.

Und außerdem, das gilt prinzipiell überall im Business, blind vertrauen soll man niemandem...
Uther Pendragon
ZITAT(Semo @ 5. Feb. 2009, 21:15) *
Was mich stört ist, das man nur hört das Red Bull Salzburg die Strafe zu spüren bekommt, aber was ist mit Jara.
Mich würde jetzt echt interessieren ob er auch einen Beitrag zur Geldstrafe leisten wird/muss, wäre aus der Sicht von
RBS sicher nicht unfair.

die selbstanzeige hätte mMn unterbleiben können, liegen die vorfälle doch so weit in der vergangenheit. so ist aber interessant zu sehen, wem diese selbstanzeige nützt. ich finde, rbs wird mit der selbstanzeige mehr spielraum im fall jara bekommen.

nach einem urteil kann man u.U. die laufende jara-geschichte offensiver angehen obwohl man für die blauäugigkeit einem guten trainer das gesamte feld der spielereinkäufe und spielervermittlung zu überlassen, selbst verantwortlich ist. mit der offensive wird man vielleicht auch allfällige ungerechtfertigte provisionszahlungen unter jara (wie im fall carboni) aufspüren können.

mich würde es nicht wundern, wenn man mit dem ÖFB und der FIFA sogar schon in einem boot sitzt und gemeinsam rudert.
linkinPark
ZITAT(Uther Pendragon @ 6. Feb. 2009, 08:45) *
ich finde, rbs wird mit der selbstanzeige mehr spielraum im fall jara bekommen.


und es wird auch mehr fürs image getan, indem sie jetzt offiziell fehler zugeben.
TCMK
Wenn man die Medien bezüglich Wirtschaftskriminalität anschaut, dann werden dort Manager für ihr Fehlverhalten abgestraft und verurteilt. Der Konzern muss zwar die suppe auslöffeln und manchmal auch Millionen zahlen, siehe Siemens Bestechungsgelder, aber Jara muss in die Verantwortung gewozen werden können.

Es soll ja auch deswegen die Selbstanzeige von Red bull jetzt gekommen sein, weil in Kürze der Prozess mit Jara weitergeht.

Also neue Munition für RBS gegen Jara.

Ich hoffe, dass die Fifa RBS nur ermahnt.
LordVader
Ich denke mal dass man es bei einer Geldstrafe belassen wird, vor allem da sich RBS selbst angezeigt hat. Ich denke da wird man verhältnismäßig entscheiden und sich wirklich harte Strafen für die aufbehalten denen man draufkommt und die sich nicht selbst anzeigen.

ZITAT(style:ist @ 5. Feb. 2009, 18:04) *
Ich hoffe nur das das ganze Frühjahr jetzt nicht zerstört wird mit der "Horror Meldung" sollte es wirklich zu so ernsten Strafen kommen. Punkteabzug oder Sperre von internationalen Bewerben wären eine Katastrophe. Bin wahnsinnig enttäuscht von der Geschäftsführung wie kann man solche Sachen abziehen und dann Kurt Jara die Schuld geben unglaublich.


Genau, und du weißt sicher ganz genau wer was abgezogen hat und wer Schuld daran ist. Bitte spar dir solche erbärmliche und unnötige Posts in Zukunft.
f|33tStA
Bullen-Selbstanzeige bringt
Licht in Transfer-Kanäle


Red Bull hat als Konsequenz seiner Prozesse gegen Kurt Jara
alle Transfers penibel nachrecherchiert. Die Tiroler
Tageszeitung ist im Besitz der Ergebnisse.


Von Hubert Winklbauer
-------------------------------

Innsbruck - 19. Mai 2006. Fünf Tage nach Ende der Bundesliga-Saison 05/06 hat Red Bull Salzburg, nicht ganz ein Jahr nach dessen Verpflichtung, Kurt Jara als Trainer die Tür gewiesen. Der Mateschitz-Klub hatte da mit vier Punkten Rückstand auf Austria Wien Rang zwei erreicht.

Langer Einkaufszettel

Eine sportliche Enttäuschung angesichts der Neuverpflichtungen von Alexander Manninger, Laszlo Bodnar, Thomas Linke, Alex van Schwedler, Aleksander Knavs, Ronald Gercaliu, Ezequil Carboni, Andreas Ivanschitz, Patrik Jezek, Markus Schopp, René Aufhauser, Alexander Zickler, Vratislav Lokvenc, Wolfgang Mair, Christian Mayrleb und Marc Janko.

Das neue Trainer-Duo in Salzburg hat Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus geheißen. Red-Bull-Boss Mateschitz hat dem geschassten Kurt Jara „Ungereimtheiten bei Spielertransfers" vorgeworfen. Kurt Jara hat auf Widerruf und Unterlassung geklagt. Im Oktober 2007 hat das Landesgericht Salzburg Jaras Klage abgewiesen. In einem weiteren Prozess wurde im Februar 2008 auch die Entlassungsanfechtung Jaras abgewiesen.

Mateschitz für reinen Tisch


Aufgrund der Prozesse mit Kurt Jara hat Mateschitz die Details der Finanzflüsse nunmehr untersuchen lassen und zudem Selbstanzeige bei der zuständigen Spielervermittlerkommission des ÖFB wegen früherer Transfers erstattet.

Es handelt sich dabei um insgesamt acht Fälle, die in den Jahren 2005 und 2006 abgewickelt worden sind, bei zwei internationalen und sechs nationalen Transfers sollen nach Ansicht von Red Bull Manager oder Berater im Spiel gewesen sein, die über keine FIFA-Lizenz verfügten.

Der Tiroler Tageszeitung liegen Unterlagen über die Geldflüsse der Transfers von Ronald Gercaliu, Paul Scharner, Patrik Jezek, Christian Mayrleb, René Aufhauser, Marc Janko, Laszlo Bodnar und Carboni vor, wie sie sich für den Mateschitz-Anwalt darstellen.

Nein zu Friedensangebot

Diese Unterlagen offenbaren seiner Ansicht nach ein Netz verzweigter Geldflüsse, horrender Manager-Provisionen, Scheingeschäfte und an Transfers beteiligter Dritter. Das Ergebnis ist am Ende am Tisch des Großsponsors Didi Mateschitz, dem gemeinsam mit Frank Stronach größten Finanzier, den Österreichs Fußball je hatte, gelandet

Inzwischen hatte Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz den renommierten Innsbrucker Anwalt Hermann Holzmann als Mediator eingesetzt. Das Ziel: Die „Angelegenheit" sollte quasi als ein Kampf zweier „Alpha-Tiere" ad acta gelegt werden, um größere Imageschäden zu vermeiden. Jara hatte das Angebot ausgeschlagen. Und damit eine kolportierte Abfertigung von 1,8 Millionen Euro! Jara wäre mit diesem außergerichtlichen Deal frei für den ÖFB-Teamchef-Job gewesen. Und wäre wohl auch Teamchef geworden. Der 57-jährige ehemalige FC-Tirol-Trainer wollte die völlige Rehabilitation.

Inzwischen hat der Fußball-Weltverband FIFA strenge Richtlinien für die Abwicklung der Transfers herausgegeben, im Kampf gegen undeklarierte Zahlungen, Doppelbuchungen, verschwungene Finanzkanäle. Wie ernst es der FIFA damit ist, ist mit den drakonischen Strafankündigungen dokumentiert.

Die FIFA droht zuwiderhandelnden Klubs sogar empfindlichste Geldstrafen, den Ausschluss von internationalen Bewerben, ja sogar den Entzug der Lizenz an. Der Sinn der neuen Gesetze: Die FIFA will die entfesselten Marktkräfte des Profifußballs zu einem ethischen Grundkonsens zwingen, die Kapitalmärkte des Fußballs dürfen nicht zur Spielwiese von Zockern werden, der Kurswert der Spieler keine Erfindung phantasievoller Manager sein. Motto: Die dem Fußball dienenden großen Geldgeber bedürfen auch eines Schutzes.

Lesen Sie morgen weitere Beispiele der Red-Bull-Transfers aus Sicht von Firmeneigner Didi Mateschitz.

DIE TRANSFERAKTE ALEXANDER VAN SCHWEDLER

Jänner 2005: Schwedler ist im Jänner von Robert Hochstaffl angeboten worden. Die SV Ried spielte damals in der Red Zac Ersten Liga (also der zweithöchsten österreichischen Spielklasse). Von Manager Hochstaffl wurden damals folgende Zahlen genannt:
* Monatsfixum ca. € 3.000,00 brutto
* Punkteprämie ca. € 500,00 brutto

Es wurde garantiert, dass der Spieler ablösefrei und ohne Managerprovision verpflichtet werde. Nach dem Probetraining wurde mangels sportlicher Klasse Van Schwedlers (für die Red Zac Erste Liga!) von einem Engagement Abstand genommen.

Mai 2005! wurde Schwedler über den Schweizer Spielerberater Fioranelli dem FC Red Bull Salzburg noch einmal angeboten. Dieser Spieler, der bei Pasching gescheitert und von Ried als zu schwach eingestuft worden war, wurde in Salzburg nunmehr unter folgenden Bedingungen gekauft:
* Signing-on fee (vor der Vertragsunterzeichnung) € 80.000 brutto * Monatsfixum € 18.000,00 brutto
* Punkteprämie € 1.500,00 brutto
* Meisterprämie, etc. jeweils € 40.000,00 brutto

Für den FC Red Bull Salzburg kostete der Spieler Von Schwedler plötzlich € 40.000,00 an Vermittlungsgebühr und der Spieler war auch nicht mehr ablösefrei: Es wurde eine Transfersumme an seinen damaligen Klub AS Bari in der Höhe von € 310.000,00 vom FC Red Bull bezahlt.Der Spieler hat sich also innerhalb von etwas über 4 Monaten um den Betrag von € 700.000 verteuert.


tt.com
RBS-No1
Wahnsinn. Da kann man Red Bull nicht mehr die Mitverantwortung absprechen. Wenn man sich das Bsp Van Schwedler ansieht, war das damals offensichtlich reiner Leichtsinn, gar amateurhaftes Verhalten. Wie kann man nur einen Spieler, der Länge mal Breite versagt hat in seiner bisherigen Karriere, um einen solche Preis verpflichten. Damals waren anscheinend einige vom Erfolgs- und Größenwahn verblendet.
linkinPark
wow, respekt für von schwedler und co: also innerhalb von kürzester zeit von 3.000 auf 18.000 fixum kommen; nicht schlecht herr specht! aber das zeigt wieder die damalige unfähigkeit von jara und co solch einen spieler für solche konditionen zu verpflichten. da spielte wohl geld wirklich keine rolle.
alterschwede
ZITAT(RBS-No1 @ 18. Feb. 2009, 13:24) *
Da kann man Red Bull nicht mehr die Mitverantwortung absprechen.


Kann man pauschal nicht behaupten, vermutlich war damals aus Gründen eines schnellen Aufbaues eines konkurrenzfähigen Teams Jara eben der "Letztverantwortliche".
V.a. bei Schwedler und Miranda habe ich mich aber abseits jeglichen Finanzgebarens auch gefragt was die sportlichen Gründe waren solche Luschen zu holen.

Ich vermute mal dass auch jetzt die Gehälter bei Salzburg nicht gering sind, dafür mehr erfolgsabhängig und es werden keine übertriebenen Ablösesummen udgl. bezahlt. Gerade durch letzteres bekam der Verein den zweifelhaften Status "die zahlen eh alles", "die haben Geld wie Heu" usw.
linkinPark
oha, die schlinge um jara's hals wird immer dünner. ich tippe jetzt einmal auf einen außergerichtlichen vergleich mit stillschweigender abfertigung.
LordVader
ZITAT(linkinPark @ 18. Feb. 2009, 19:20) *
oha, die schlinge um jara's hals wird immer dünner. ich tippe jetzt einmal auf einen außergerichtlichen vergleich mit stillschweigender abfertigung.


Du meinst wohl enger.
f|33tStA
Red Bull: „Jara war Teil eines Netzwerks"

19.02.2009

Transfer-Machenschaften. Prozess Jara – Mateschitz: Red Bull mit neuen schweren Geschützen gegen Extrainer.

Es war im Frühsommer 2006, als Red-Bull-Boss Didi Mateschitz seinem damaligen Trainer Kurt Jara in einem SN-Interview „Ungereimtheiten bei Spielertransfers" angelastet und ihn gefeuert hatte. Darauf klagte der Tiroler den Konzernchef in Salzburg wegen Kreditschädigung – und blitzte mit seiner Klage zunächst ab. Das Oberlandesgericht Linz hob das Urteil jedoch auf und verwies den Fall ans Erstgericht zurück; Red Bull erhielt aber die Möglichkeit, neue Beweismittel vorzubringen.


Im neuen brisanten Schriftsatz behauptet Red Bull jetzt, Jara sei Teil, wenn nicht „Kopf" eines international agierenden Netzwerks gewesen: Der Excoach habe bei vielen Transfers mit dem lizenzlosen Tiroler Spielervermittler Robert Hochstaffl bzw. dessen „Deckmantelagentur" sowie seinem langjährigen Freund und italienischen Vermittler Vinicio Fioranelli kooperiert. Hochstaffl wurde später wegen der FC-Tirol-Pleite zu vier Jahren Haft verurteilt.

Karl Schelling, Anwalt von Jara, zeigt sich im SN-Gespräch über die Anschuldigungen empört: „Red Bull wärmt alte Behauptungen auf. Beweise fehlen wieder. Der Vorwurf eines Netzwerks ist absurd. Sogar das OLG Linz, das das Ersturteil aufhob, sieht das so." Laut Schelling wolle Red Bull den Prozess noch Jahre hinausziehen: „Jara wird alles unterstellt, aber Mateschitz, der die Beweispflicht hat, bringt nie einen solchen. Unser Problem ist, dass wir keinen negativen Beweis bringen können."

Die SN beleuchten heute folgende zwei Transfers, bei denen Mateschitz Jara unlauteres Handeln anlastet: Die Wechsel des Argentiniers Ezequiel Carboni und von Ronald Gercaliu zu Red Bull.

Der Fall Ezequiel Carboni


Beim im Juni 2005 getätigten Transfer von Carboni gab es laut Red Bull „besonders schwerwiegende Ungereimtheiten". Carboni, Spieler seines Heimatvereins Club Lanus, war durch Landsmann und Vermittler Jorge Cyterszpiler vertreten. Pikant: Cyterszpiler war 2004 wegen Betrugs zur weltweiten Fahndung ausgeschrieben. Laut Red Bull beim Transfer mit dabei: Jara-Intimus Fioranelli, dem Red Bull beste Kontakte zu Cyterszpiler nachsagt. „Offensichtlich hatten sich der Kläger (Jara), Fioranelli und Cyterszpiler im Mai 2005 auf die Konditionen des Transfers geeinigt", die Jara vorgegeben habe.


Die Konditionen beim Fall Carboni aus Sicht des Klubs (siehe auch Grafik unten): ✩ An Carbonis Verein Club Lanus (Argentinien) sollten 1, 175 Mill. Euro gezahlt werden. ✩ 499.000 Euro davon (fast 50% der Transfersumme!) seien für Cyterszpiler vereinbart gewesen: 400.000 Euro an Vermittlungsprovision sowie 99.000 Euro für die Erfüllung der ihm von Jara aufgetragenen erfolgreichen Abwicklung der Verhandlungen. Laut Red Bull zwei Provisionen für das exakt gleiche Rechtsgeschäft. ✩ Weil Fioranelli nicht leer ausgehen solle, habe Jara ihm und Cyterszpiler auch noch ein exklusives Vermittlungsrecht an Carboni für alle zukünftigen Transfers eingeräumt. Die Angaben Jaras, es seien 1,575 Mill. Euro Ablöse vereinbart gewesen, wovon aber 400.000 Euro direkt an Cyterszpiler fließen sollten, da dieser „offenbar (sic!) eine Forderung in dieser Höhe gegenüber dem Club Lanus hatte", wertet Red Bull als Schutzbehauptung. Neue Recherchen widerlegten dies – Lanus wisse nichts von einem Auftrag für Überweisungen an Dritte. Hätte die Summe 1,575 Mill. Euro betragen, hätte Lanus diese bei der argentinischen Finanz deklarieren müssen.

Laut Jara-Anwalt Schelling handelte sein Mandant korrekt: „Jara jetzt gar in den Verdacht der Beihilfe zu einer Steuerhinterziehung in Argentinien zu bringen, ist Mumpitz." Die Sache Carboni sei bereits von der Staatsanwaltschaft und auch im ersten Rechtsgang des Salzburger Prozesses geprüft worden. Schelling: „Falsche Behauptungen werden auch nicht wahr, wenn man sie gebetsmühlenartig wiederholt."

Der Fall Ronald Gercaliu


Der Gercaliu-Wechsel von Sturm Graz zu Salzburg war laut Schriftsatz in der zweiten Hälfte 2005 „vorbereitet" worden. Dabei habe Jara den damaligen Manager von Gercaliu, Max Hagmayr, laut Red Bull „aus dem Geschäft gedrängt": Weil Hagmayr ab einer Ablösesumme von 500.000 Euro mitverdient hätte, wurden von der vereinbarten Transfersumme von einer Million Euro an Sturm nur 400.000 als Ablöse, aber 600.000 Euro – laut Red Bull zum Schein – als Sponsoringbeitrag bezahlt. Jara habe Hochstaffl durch diese ausgeklügelte Abwicklung zu einem – nicht ganz ausbezahlten – Honorar von 150.000 Euro verholfen. Dies, obwohl Jara laut Red Bull damals auf Weisung von Mateschitz nicht mehr mit Hochstaffl hätte kooperieren dürfen.
Zum Fall Gercaliu konterte Schelling, „dass Kartnig jetzt bestätigte, dass er die 600.000 Euro ernsthaft als Sponsoringbeitrag wollte. Also kein Scheingeschäft". Brisant: Bei einigen Transfers besteht laut neuen Red-Bull-Vorwürfen der Verdacht auf „Betrug, Untreue, Krida, Hehlerei, Geldwäsche". Sollte das Gericht Red Bull folgen, dürfte dies wesentlich für den zweiten Prozess sein, den Jara gegen Mateschitz führt. Der Tiroler fordert am Arbeitsgericht Innsbruck „entgangenes Entgelt" in Höhe von 2,13 Mill. Euro. Sein dreijähriger Vertrag wäre Ende Juni 2008 ausgelaufen. Der wieder beim Erstgericht gelandete Salzburger Prozess wurde nach einem Termin im Jänner erneut vertagt. Richter Fritz Gruber will weitere Zeugen hören, einige davon im Rechtshilfeweg wie den argentinischen Spielervermittler Cyterszpiler. Morgen, Freitag: Details über den aufklärungsbedürftigen Transfer Jezek/Mayrleb.





Regressansprüche in Millionenhöhe

Red Bull wollte Lösung, Kurt Jara lehnte ab und wollte Rehabilitierung

19.Mai 2006: Fünf Tage nach dem Ende der Saison 2005/2006 verpflichtete Red Bull Salzburg Kurt Jara als Trainer und stattete diesen mit allen sportlichen und finanziellen Kompetenzen aus. Nicht ganz ein Jahr danach setzte Clubboss Dietrich Mateschitz den Tiroler wieder vor die Tür. Unter Jara wurden die Spieler Manninger, Miranda, Bodnar, Linke, Von Schwedler, Knavs, Gercaliu, Carboni, Ivanschitz, Jezek, Schopp, Aufhauser, Zickler, Lokvenc, Mair, Mayrleb und Janko verpflichtet. Der Grund für Jaras Entlassung waren „Ungereimtheiten" bei einigen Transfers. Und Red Bull hat bei einigen Verpflichtungen – allerdings unwissentlich – nicht alle Bestimmungen des FIFA-Reglements eingehalten. So sind einige Transfers über Vermittler, die keine FIFA-Lizenz haben, „gelaufen". Das ist verboten und kann eine Strafe – bis zur Sperre für internationale Spiele – nach sich ziehen. Daher hat Red Bull schon vor einiger Zeit eine Selbstanzeige bei der zuständigen Spielervermittlerkommission des Österreichischen Fußballbundes gemacht. Zuvor wollte Red Bull allerdings eine einvernehmliche Lösung herbeiführen. Der Innsbrucker Anwalt Hermann Holzmann wurde als Mediator eingesetzt. Die kolportierte Summe soll 1,8 Millionen Euro betragen haben. Kurt Jara wollte die völlige Rehabilitierung. Red Bull fordert nun Regressansprüche in Millionenhöhe

SN
linkinPark
ZITAT(LordVader @ 18. Feb. 2009, 23:56) *
Du meinst wohl enger.


ja genau! biggrin.gif . da war ich gestern schon ein wenig im streß, mußte zum training.

also bei diesen dingen die da jetzt in den medien kursieren wird einem ja ganz übel. das wird wirklich noch interessant was da noch rauskommt.
LordVader
Ich finds immer noch beachtlich wie dämlich der Jara war als er die 1,8 Mio € abgelehnt hat. Wegen seinem Ruf? NAch einem Jahr hätte kein Hahn mehr nach diesen Prozessen gekräht, vor allem da zu dem Zeitpunkt noch kaum was an der Öffentlichkeit war.
f|33tStA
Kurt Jara und die sündteuren Spielertransfers

19. Februar 2009 | 17:40 |

Fußballsumpf. Der FC Red Bull schießt gegen Jara auch im Transferfall Jezek/Mayrleb scharf. Außerdem hat ihn Salzburg jetzt geklagt.

In einem SN-Interview im Mai 2006 hatte Red-Bull-Chef Didi Mateschitz seinem damaligen Trainer Kurt Jara erstmals öffentlich „Ungereimtheiten bei Spielertransfers" angelastet. Und dadurch einen gerdezu ausartenden Gerichtsstreit ausgelöst. Im neuen Schriftsatz, den Mateschitz im von Jara angestrengten Salzburger Kreditschädigungsprozess eingebracht hat, legt der Konzern-Boss nun nach: Er habe damals ohnehin „sehr nobel" bloß von „Ungereimtheiten" gesprochen. Eigentlich sei das „eine Untertreibung".

Penibel listet Mateschitz-Anwalt Reinhard Ratschiller in dem gut 50-seitigen Schriftsatz Transfers auf, bei denen es von Verstößen gegen nationale und internationale Regeln nur so strotzt. Ein echtes Sittenbild von Abzocke und Freunderlwirtschaft im Fußball stellen laut Red-Bull-Recherchen die Vorgänge beim Doppeltransfer Patrik Jezek/Christian Mayrleb von Pasching zu Salzburg dar:

✩ Ein um biedere 30.000 Euro erworbener Spieler, der Monate später plötzlich das 30-fache kostet – volle 900.000 Euro;

✩ Die Kooperation eines mit weitreichendsten Befugnissen ausgestatteten Trainer (Jara) mit Spielervermittlern, die gar keine Lizenz haben.

✩ Vermittler, die vom Verkäufer- UND Käuferverein Provisionen kassieren (statutenwidrige Doppelvertretung);

✩ Verdeckte Geldrückflüsse in enormer Höhe an das angebliche „Netzwerk Hochstaffl/Fioranelli" (O-Ton Red Bull), die ein Trainer (Jara) zu verantworten habe.

Zu den Mateschitz-Vorwürfen im Detail: Jezek und Mayrleb wechselten im Sommer 2005 im Doppelpack um 1,5 Millionen Euro von Pasching nach Salzburg. Für Jezek, erst vier Monate zuvor von Sparta Prag um 30.000 Euro zu Pasching gekommen, zahlte Red Bull nunmehr 900.000 Euro, für Mayrleb 600.000. Abgewickelt wurde der Transfer vom inzwischen wegen der FC-Tirol-Pleite zu vier Jahren Haft verurteilten Robert Hochstaffl; der war Spielervermittler ohne Lizenz und langjähriger Bekannter Jaras. Bemerkenswert: Hochstaffl bzw. die von ihm vorgeschobene „Agentur" Consport (angeblich ebenfalls ohne Vermittlungslizenz) führte auch im Namen Paschings die Verhandlungen.

Aber der – wohl schwerste – Vorwurf von Red Bull: Ein Drittel der Salzburg in Rechnung gestellten Transfersumme – also 500.000 Euro – seien „nur zum Schein vereinbart" gewesen, um verdeckte Provisionszahlungen („Kick-Backs") zu finanzieren. Von diesen 500.000 Euro seien jedenfalls 50.000 an Consport/Hochstaffl und 100.000 „wahrscheinlich als Vermittlungsprovision" an eine Firma in Spanien geflossen. Pikant: Geschäftsführer ebendieser spanischen Gesellschaft sei ein Tiroler gewesen – und just Robert Hochstaffl habe früher einmal für diesen gearbeitet.

Jara: „Keinen begünstigt"

Jara weist alle Vorwürfe energisch zurück. Im jetzt im zweiten Rechtsgang befindlichen Salzburger Prozess gab er zu Protokoll: Niemals habe er ihm bekannte Manager bei Transfers bevorteilt. Niemals habe er Hochstaffl bei Salzburger Einkäufen (etwa auch Jezek und Mayrleb) begünstigt. Niemals habe er auch seinem langjährigen Busenfreund Vinicio Fioranelli, einen Schweizer FIFA-Agenten und Agenturinhaber, geschäftliche Vorteile verschafft.


Red Bull geht indes gegen seinen ehemaligen Trainer jetzt gerichtlich selbst in die Offensive: Am Landesgericht Innsbruck wurde im Jänner gegen den 57-jährigen Tiroler eine Feststellungsklage über 1,5 Mill. Euro eingebracht. Dabei strebt Red Bull die urteilsmäßige Feststellung an, dass Jara für mögliche Bestrafungen des Klubs aus den von ihm getätigten Transfers haftet.

Bei zahlreichen Spielerkäufen liegen laut Red Bull Salzburg Verstöße gegen die Regeln des Weltfußballverbandes FIFA vor, die vor allem Herr Jara zu verantworten habe: Wechsel, in denen mit nicht lizenzierten Vermittlern kooperiert wurde (wie erwähnt Hochstaffl und Consport); Wechsel, bei denen Teile der Transfersumme etwa durch „Schein- oder Parallelgeschäfte" an Spielervermittler flossen (wie erwähnt verdeckte Provisionsbeteiligungen). Bekanntlich hat Red Bull im Jänner im Zusammenhang mit den Kurt Jara angelasteten „Ungereimtheiten" bei den damaligen Transfers Selbstanzeige bei der Bundesliga erstattet; diese zeigte den Klub mittlerweile beim Weltfußballverband an. An einer anderen Prozessfront im Justizmatch Jara gegen Mateschitz, nämlich am Arbeitsgericht Innsbruck, geht es am 26. Februar wieder weiter: Dort fordert der Tiroler wegen seiner Kündigung „entgangenes Entgelt" in Höhe von insgesamt rund 2,5 Mill. Euro (2,13 Mill. Euro plus Zinsen).

SN
reiste
26.02.2009, 15:41 Uhr
Jara kämpft gegen "rechtswidrige Entlassung"


Das Verfahren zwischen RB Salzburg
und Ex-Coach Jara wird fortgesetzt


Innsbruck - Das arbeitsgerichtliche Verfahren in dem Ex-Trainer Kurt Jara gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber RB Salzburg prozessiert, ist am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht fortgesetzt worden.

Jara kämpft vor Gericht um rund 1,22 Millionen Euro Gehalt, das ihm seiner Meinung nach zu Unrecht vorenthalten wird. Die Entlassung sei rechtsunwirksam, argumentierte Jaras Anwalt Karl Schelling
.

Entlassung war eindeutig

Die Entlassung Jaras sei schriftlich und per E-Mail jeweils ausdrücklich erfolgt. Darüber hinaus sei diese auch öffentlich kommuniziert worden.

Der Kläger könne damit "keinen vernünftigen Grund" gehabt haben, daran zu zweifeln, meinte der Rechtsvertreter von Red Bull, Peter Vogel, am Donnerstag vor dem Zivilrichter.

Darüber hinaus führte Vogel zahlreiche Verfehlungen Jaras an, die erst nach der Entlassung bekannt geworden seien.


Zahlreiche Verfehlungen von Jara

Dabei ging es vor allem um überhöhte Transfersummen für Spieler. Jara habe sich damit als "vertrauensunwürdig" erwiesen und die Entlassung sei schon aus diesem Grund gerechtfertigt.

Der Vorstand von Red Bull Salzburg sei über die tatsächlichen Transfersummen sehr wohl informiert gewesen, entgegnete Schelling. Zivilrichter Theodor Tötsch sprach von einer "diffizilen Rechtsangelegenheit".

Red Bull Salzburg, aktueller Tabellenführer und Titelfavorit der Bundesliga, hatte den damaligen Trainer Jara Anfang Juni 2006 wegen angeblicher Ungereimtheiten bei Spielertransfers gefeuert.


Jara wollte über eine Million

Danach klagte Jara den Verein u.a. wegen 1,22 Mio. Euro entgangenen Gehalts.

Red Bull brachte daraufhin Widerklage ein und will nun feststellen lassen, dass Jara für einen allfälligen Schaden aus den in seiner Ära getätigten Transfers zu haften hat.

Diese Widerklage war vorerst noch kein Thema bei der Verhandlung am Donnerstag.

Red Bull Salzburg hatte bereits während der gerade ablaufenden Winterpause Selbstanzeige bei der zuständigen Spielervermittler-Kommission des ÖFB wegen früherer Spielertransfers erstattet.

Der Verein hat dabei zugegeben, nicht alle Bestimmungen des FIFA-Reglements im Zusammenhang mit Spielervermittlern eingehalten zu haben.


Ungereimtheiten in acht Fällen

Es handle sich dabei um insgesamt acht Fälle, die in den Jahren 2005 und 2006 abgewickelt worden seien, hieß es damals.

In zwei internationalen und sechs nationalen Transfers sollen Manager oder Berater im Spiel gewesen sein, die über keine FIFA-Lizenz verfügten.

Die österreichischen Übertritte wurden mittlerweile an den Bundesliga-Senat II (Schlichtungsstelle) und die internationalen Transaktionen an den Weltverband FIFA weitergeleitet.


Mediator soll vermitteln

Im Rechtsstreit soll jetzt ein Mediator die Wogen glätten. Beide Parteien haben am Donnerstagnachmittag auf Vorschlag des Zivilrichters Theodor Tötsch einer Mediation zugestimmt.

Sollte ein Vergleich dennoch scheitern, wurde ein weiterer Verhandlungstermin am 13. Juli vereinbart.

Der Rechtsanwalt von Red Bull Salzburg hatte die Einvernahme von zahlreichen weiteren Zeugen beantragt, darunter prominente Namen wie Hannes Kartnig, Robert Hochstaffl und Vincio Fioranelli.


Laola1.at
linkinPark
ok, der mediator-einsatz geht schon mal in die richtige richtung. wenn da nämlich kein vergleich rauskommt, wird jara nie mehr wieder auf die trainer-bank zurückkehren (was auch so schon ziemlich schwierig wird).
FunMax
ZITAT(linkinPark @ 26. Feb. 2009, 21:52) *
ok, der mediator-einsatz geht schon mal in die richtige richtung. wenn da nämlich kein vergleich rauskommt, wird jara nie mehr wieder auf die trainer-bank zurückkehren (was auch so schon ziemlich schwierig wird).

Finde ich nicht. Ein Ausgleich bringt nicht die Wahrheit ans Tageslicht. Und genau darum geht es. Egal wie es ausginge, ich denke die Causa muss restlos aufgeklärt werden.
f|33tStA
Mediator soll Wogen glätten

27.02.2009

Im Streit zwischen Kurt Jara und Red Bull zeichnet sich eine Einigung ab


Im Rechtsstreit zwischen Kurt Jara und dem FC Red Bull Salzburg zeichnet sich eine Lösung ab. Zwar brachte am Donnerstag die Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Innsbruck keine Einigung, doch jetzt soll ein Mediator die Wogen glätten. Dazu hat der Innsbrucker Zivilrichter Theodor Tötsch beiden Parteien dringend geraten. Kurt Jara stimmte dem Vorschlag bereits zu. Ob es tatsächlich zu einer außergerichtlichen Einigung kommen wird, hängt nun von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ab.


Sollte ein Vergleich scheitern, wird am 13. Juli weiterverhandelt. Dann sollen der ehemalige Sturm-Präsident Hannes Kartnig, der Ex-Innsbruck-Manager Robert Hochstaffl und der Spielervermittler Vincio Fioranelli als Zeugen gehört werden. Wie berichtet kämpft der ehemalige Red-Bull-Trainer Kurt Jara vor Gericht um rund 1,22 Millionen Euro Gehalt, das ihm seiner Meinung nach zu Unrecht vorenthalten wird. Der FC Red Bull seinerseits wirft Jara zahlreiche Verfehlungen vor, die erst nach der Entlassung bekannt geworden seien. Dabei ging es vor allem um überhöhte Transfersummen für Spieler. Jara habe sich damit als „vertrauensunwürdig" erwiesen und die Entlassung sei schon aus diesem Grund gerechtfertigt, argumentierte der Rieder Anwalt Peter Vogel, den Red Bull aufgeboten hatte. Der Vereinsvorstand sei über die tatsächlichen Transfersummen sehr wohl informiert gewesen, entgegnete Jara-Anwalt Karl Schelling. Zivilrichter Theodor Tötsch sprach von einer „diffizilen Rechtsangelegenheit" und verzichtete auf die Einvernahme der beiden Streitparteien.

SN
alterschwede
ZITAT(leone1991 @ 27. Feb. 2009, 10:45) *
Jara hat meiner Meinung nach zuviel geld für spielervermittler bezahlt, war alles illgeal und nicht der norm entsprechend siehe gehalt von Bodnar!!!


Was weißt du über den Verdienst von Bodnar?
linkinPark
ZITAT(FunMax @ 26. Feb. 2009, 22:37) *
Finde ich nicht. Ein Ausgleich bringt nicht die Wahrheit ans Tageslicht. Und genau darum geht es. Egal wie es ausginge, ich denke die Causa muss restlos aufgeklärt werden.


naja, die frage ist was für die beiden parteien besser ist. absolute wahrheit, wo dann wohl rauskommt dass beide irgendwie dreck am stecken hatten oder, wie leider üblich, verschleierung damit jara vielleicht wieder arbeiten kann und red bull keinen größeren image-verlust bekommt. da glaub ich wohl, dass schon langsam beide auf einen ausgleich aus sind, außer eine seite ist sich ihrer unschuld sicher.
FunMax
Never ending storyyyyyy *sing*

Der steinerne Gast
War ja klar. Wie auch immer es weiter gehen wird: Sieger können nur die Anwälte sein.
Dieses ist eine vereinfachte Darstellung unseres Foreninhaltes. Um die detaillierte Vollansicht mit Formatierung und Bildern zu betrachten, bitte hier klicken.
Invision Power Board © 2001-2013 Invision Power Services, Inc.