(chief @ 27. Feb. 2007, 20:16) [snapback]189231[/snapback]
der alex hat ja bisher in japan gespielt. die spielen technisch sehr fein, aber insgesamt hinken sie den europäern noch ein bissl nach. jetzt liga-mässig.
zur tv- und nintendo-generation... fussball spielen sollte mehr spass machen, wie vorm tv zu sitzen. ich lass diese ausrede nicht gelten. auch nicht die "arme länder/reiche länder" ausrede. denn obwohl die bevölkerung ärmer ist und vielleicht die kinder oft auf der straße spielen sind die möglichkeiten für professionelle leistungsanalyse und training, gemeinsam mit den perspektiven des sports in industriestaaten viel größer als in den armen ländern. es hält sich also insgesamt die waage.
und jetzt muss mir noch wer erklären, warum unsere jungen fussballer lieber nintendo spielen, aber gleichzeitig super schiespringer heranreifen, super schiefahrer usw. -und auch die ausbildung bei uns (htl und dgl.) bringt viele gutausgebildete fachkräfte hervor, die europaweit begeht sind, und die -um diese schulform zu meistern auch auf einen großteil der nintendo-erlebnisse verzichten müssen.
Hast natürlich teilweise schon recht. Man kann es nicht verallgemeinern, dass alle Kinder nur noch daheim hocken und weniger Lust haben Fussball zu spielen als Nintendo. Deswegen gibt es in Österreich auch immer wieder diese super Talente im Skisport.
Trotzdem kannst du die TV- und Nintendogeneration Aussage nicht so einfach von der Hand weisen. Die Ausrede musst du wohl oder übel gelten lassen, denn das ist einfach die Realität.
Ich seh das doch schon alleine an meinem persönlichen Umfeld, dass die Kids heutzutage immer noch weniger ihren A.rsch hochkriegen. Gilt nicht für alle, das ist eh klar, aber tendenziell ist es eben so.
Teilweise werden die jungen da auch einfach dazu getrieben, wie es Georg in seinem Post geschrieben hat. Wo darf man denn noch einfach mal drauf los kicken, du wirst wahrscheinlich das Problem aus der Grossstadt Wien ja auch ganz gut kennen.
Zum anderen fehlt aber auch oft der eigene Antrieb.
Vor ca. 20 Jahren war in dem kleinen Dorf aus dem ich urprünglich komme der örtliche Bolzplatz immer voll. Die komplette Dorfjugend zwischen 8 und 16 Jahren war anwesend, zum einen weil es Spass machte, zum anderen sicherlich auch, weil keiner ne Play Station hatte und im Fernsehen nur ARD, ZDF und ORF zu empfangen war. Es gab einfach kaum was anderes und es war selbstverständlich das alle am kicken waren.
Fahr ich heute da vorbei, ist keiner auf dem Platz, die alten Holztore stehen windschief da und die Netze sind zerissen.
Danach war ich dann auch im Fussballverein in der nächstgelegenen grösseren Stadt und hab zu meinen besten Zeiten bis zu 4x in der Woche trainiert. Die 15 km hin und zurück bin ich meistens mit dem Rad gefahren.
Heute arbeite ich noch ab und an mal mit im Jugendtraining, da sind die B und C Jugendlichen kaum mehr zu 2x Training in der Woche zu bewegen. Da heisst es dann, nee am Mittwoch kann ich nicht, da spielt Bayern oder da ist dies und das, oder meine Eltern können mich nicht die 5 km ins Training fahren. Fragt man dann, "haste denn kein Rad, oder wie," heisst es nur: "Was, ich fahr doch nicht 5 km mit dem Rad her und wieder zurück."
Ich will jetzt hier auch nicht in ein "früher war alles besser" Gejammere einstimmen. Ich weiss auch, dass die Zeiten einfach andere sind, dass die heutige Jugend nichts dafür kann, dass die Gesellschaft anders ist, dass es einfach viel mehr Angebot gibt. Vielleicht ist auch der Druck den die heutigen Kids haben höher als der, den ich früher hatte.
Trotzdem ist der Fussball den jetzigen Jugendlichen nicht mehr so heilig, wie er früher mir und praktisch allen meinen Freunden war. Ich mein das im Grossen und Ganzen, Ausnahmen gibt es, das ist eh klar.
Weit abgeschweift, also wieder zum Thema. Ich glaube schon, dass das in einem Land wie Rumänien noch anders ist und ich bin auch sicher, dass man als Fussballverein oder -verband leichter arbeiten kann, wenn die alternativen Möglichkeiten zum Fussball kleiner sind.
Ich bin auch nicht überzeugt davon, dass sich die Vorteile die Waage halten. Auf der einen Seite diese Strassenfussballer, auf der anderen professionelle Leistungsanalye und Training.
Das was ich in einem Vereinsfussballtraining lerne, nämlich wie man sich bei einem 11 gegen 11 auf einem grossen Feld taktisch richtig verhält und die Kondition die da gebolzt wird, das lerne ich auch noch mit 12-13 Jahren.
Das was ich als Strassenfussballer bzw. Fussballer auf nem Dorfbolzplatz verpasst habe, nämlich Technik, Spielwitz und das durchsetzen gegen bessere (weil deutlich ältere Gegner), das lerne ich nie mehr.